Anthologiebeiträge             

Weiter unten finden Sie die Aufstellung sämtlicher Anthologien, in denen literarische Beiträge von mir veröffentlicht wurden.

Zuvor einige Beispiele aus diesen Veröffentlichungen:

2013 erschien in der mit Bildern von Phil Porter ergänzten Anthologie "Bremen verdichtet" (Sujet Verlag, Bremen, Herausgeberin: Natalia Sadovnik, ISBN 978-3-944201-20-7):
 

EIN LUSTWANDLER

in Bremens Botanischem Garten

Er achtet nicht anderer Schritte;
widersteht, bückt sich doch.
Schaut, riecht. Und tut Verbotenes:
Reibt nicht bloß – er zupft und rupft
und beißt und kaut
das würzige Kraut.
Und was ihm schmeckt,
das schreibt er auf.
Und wechselt das Gelände
und drüben – ohne Hast –
die Kontinente.
Von Staude zu Strauch.
Und dann, im Dämmerlicht,
strebt er den Felsen zu,
erfühlt den warmen Stein
und steigt hinauf.
Und oben ist er fast
der Heimat nah.

2012 erschien in der von Theo Czernik herausgegebenen Anthologie "Spuren sind meine Worte" (Edition L des Czernik Verlags, Speyer, Herausgeber: Theo Czernik, ISBN 978-3-943035-06-3):
 

WIE BROT

Der Mensch lebe nicht von Brot allein
Aber wie schwarzes, weißes, graues Brot
Sollen meine Gedichte sein.
Sie sollen sein wie Brot
Das, wenn es aus dem Ofen kommt
Als warmer, duftender Laib
Auch Hände und Nase nährt
Nicht nur den Bauch.
Ja, so sollen meine Gedichte sein
Wie solches Brot.
Wie Brot, ohne das wir nicht leben wollen
Nicht leben können
Wie Brot, das zum Leben gehört
Das Leben lebenswert
Macht.
Ja, und auch das sollen meine Gedichte sein:
Verständlich
Wie Brot.
Nicht fade, sondern gut gewürzt.
Und dass sie gern, mit
Unverbrauchtem Genuss
Täglich verzehrt werden
Wie das tägliche Brot
Und dass sie täglich
Kraft spenden mögen
Auch
Für den täglichen Widerstand.

Als das Volk in Paris, schon einige Jahre vor
Der französischen Revolution, hungerte und vor
Dem Palast des Königs, Ludwig XVI., rief
Rief es laut damaligen Berichten
Nach Brot –
Da soll unter dem Eindruck des Geschreis
Des Königs Gemahlin, Marie Antoinette
Ihrem Gemahl die Frage gestellt haben, warum
Das Volk zu seiner Sättigung
Nicht Kuchen äße – statt Brot.

Sie hatte Gewänder, Edelsteine
Gold und Silber in Hülle und Fülle
Aber von Brot
Von Brot hatte diese Frau
Nicht den blassesten Schimmer.

2010 erschienen zwei Gedichte in der von Theo Czernik herausgegebenen Anthologie "Brückenflower" (Edition L des Czernik Verlags, Hockenheim, Herausgeber: Theo Czernik, ISBN 978-3-934960-83-1), das kürzere davon hier zu lesen:
 

PUSTEBLUMEN

Die wollenen Häupter
zerstreut
in den Wind

anderswo
kehren sie wieder
 

Ebenfalls 2010 erschienen drei Gedichte in der 15. Ausgabe der von Theo Czernik herausgegebenen Reihe "Lyrik heute 2010" (Edition L des Czernik Verlags, Speyer, Herausgeber: Theo Czernik, ISBN 978-3-934960-90-9), eines, und zwar schon aus Tradition wiederum das kürzeste, hier zu lesen:
 

DIE MUSCHEL

Die Muschel, hineingewachsen
In Gestein, lag nass
In meiner Hand.
Ich warf sie
Zurück in den Sand.
Wie das Meer
Müde des Sammelns.
 

2008 erschienen zwei Gedichte in der ebenfalls von Theo Czernik herausgegebenen Anthologie "Wie ein Phönix aus der Asche – Das Leid im Liede" (Edition L des Czernik Verlags, Hockenheim, Herausgeber: Theo Czernik, ISBN 3-934960-65-7), eines davon hier zu lesen:
 

NACH BAUMESART STERBEN

Noch als alter, knorriger Baum
Schatten spenden
und inmitten derer, die beim Sturz
mit zu Boden gerissen wurden, liegen bleiben
dürfen.
Aber auch als morscher, abgesplitterter Stumpf
noch gegen den Himmel ragen
oben wie unten also
Totholz sein
dürfen.
So zur Heimstatt werden
für Insekten, Vögel, Würmer, Pilze
und zu Erde zerlegt werden
also wieder werden
dürfen
Erde
die grünt.
 

Ebenfalls 2008 erschien in der von Theo Czernik herausgegebenen Anthologie "Denn unsichtbare Wurzeln wachsen – Naturlyrik" (Edition L des Czernik Verlags, Hockenheim, Herausgeber: Theo Czernik, ISBN 3-934960-66-4):
 

GRAS

Auch unter den weißen Scheiben
Durchtrennter Baumwurzeln
Auch zwischen den Speeren
Beschnittener Büsche
Biegt es sich im Wind
Richtet sich auf
Hüfthoch
Kann Gras sich wachsen hören

Es will erigieren
Verschönert nicht den Fels
An den es sich lehnt
Verbirgt nicht die Narbe
Über die es wächst
Gras bringt sich ans Licht

Auch wo keines mehr wächst
Unter günstigeren Bedingungen
Käme es wieder
Vielleicht
Es trägt nicht nach
Ist hartnäckig
 

2007 erschienen vier Gedichte in der 14. Ausgabe der von Theo Czernik herausgegebenen Reihe "Lyrik heute 2007" (Edition L des Czernik Verlags, Hockenheim, Herausgeber: Theo Czernik, ISBN 3-934960-57-X), eines davon hier zu lesen: 
 

WÜRDE

Würde die Stirn
mir Versteck
weil es kein anderes gibt

verböte die Stirn
meinem Herzen
den Mund

würde der Mund
aussprechen
all die Worte

die ich nicht fühle

und mich
verriete ich
 

2006 erschien in "Nordsee ist Wortsee" (Wachholtz Verlag, Neumünster, Herausgeber: Nicolas Nowack, ISBN 3-529-04522-5):
 

NORDSEE

Ich fahre ans Meer
Ich gehe an den Strand
Ich sehe, höre Wellen
Nur etwas fehlt
Nichts schmeckt
Ich bin an der Ostsee
 

Sämtliche Anthologien, in denen Sie Beiträge von mir finden:

2013 in "Bremen verdichtet" (Hrsg. Natalia Sadovnik), Sujet Verlag, Bremen

2012 in "Spuren sind meine Worte" (Hrsg. Theo Czernik), Edition L, Speyer

2010 in "Lyrik heute 2010" (Hrsg. Theo Czernik), Edition L, Speyer

2010 in "Brückenflower" (Hrsg. Theo Czernik), Edition L, Hockenheim

2008 in "Literatur in Bremen – Jahresgabe für Mitglieder, Freunde und Förderer, 2008" (Hrsg. Bremer Literaturkontor), Bremen

2008 in "Denn unsichtbare Wurzeln wachsen" (Hrsg. Theo Czernik), Edition L, Hockenheim

2008 in "Wie Phönix aus der Asche" (Hrsg. Theo Czernik), Edition L, Hockenheim

2007 in "Lyrik heute 2007" (Hrsg. Theo Czernik), Edition L, Hockenheim

2006 in "Bremer Texte 3" (Hrsg. Volkert Koch), Edition Temmen, Bremen

2006 in "Nordsee ist Wortsee" (Hrsg. Nicolas Nowack), Nordsee-Poesie – eine Anthologie, Wachholtz Verlag, Neumünster

2005 in „Denn du bist mir nah“, biblioviel Verlag, Bochum

2004 und 2005 in „Bremer Texte 1 und 2“, (Hrsg. Volkert Koch), Edition Temmen, Bremen

2004 in „Pausenhofliebe“, biblioviel Verlag, Bochum

2004 in „Mit Herz und Seele“, EPLA-Verlag, Hoykenkamp

2004 in „Deutschland schreibt GesCMAck – Kulinarische Literatur-Häppchen“, Hrsg.: CMA – Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH, Bonn

2003 in „Die literarische Venus. Dorstener Lyrikpreis 2003“, HW-Verlag Dorsten

2003 in „Lyrische Morde – Lyrik 2000 S – Beiträge aus dem gleichnamigen Lyrikwettbewerb 2002”, Books on Demand GmbH, Norderstedt

2003 in „Bremer Anthologie 2003“, (Hrsg. Volkert Koch), Donat Verlag, Bremen

2003 in „Ich entschuldigte mich wie besessen, aber sie wollte keine Entschuldigungen hören. Geschichten und Gedichte des ersten Aufrufs des Literaturprojekts Poetry Army“, Books on Demand GmbH, Norderstedt

2003 in „Frankfurter Bibliothek, Jahrbuch für das Neue Gedicht“, Verlag der Brentano-Gesellschaft Frankfurt a. M.

2002 und 2003 in „Nationalbibliothek des deutschsprachigen Gedichtes, Ausgewählte Werke V und VI“, Realis Verlags-GmbH, Gräfelfing