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Einige Links, die für Sie von Interesse sein könnten – kurz kommentiert


 

www.sujet-verlag.de

Der in Bremen ansässige Sujet Verlag des aus dem Iran nach Deutschland geflohenen Verlegers Madjid Mohit bietet Lyrik, Prosa, Sach- sowie Kinder- und Jugendbücher und verschreibt sich nach eigener Aussage der „Luftwurzelliteratur“„ein poetischer Ausdruck für eine grenzüberschreitende Literatur, die sich nicht in enge Begriffe pressen lassen will (…) Der Begriff Luftwurzel vereint globalisierte Bewegung mit heimatlicher Verwurzelung. Was gegensätzlich scheint, ist eng miteinander verbunden und entspricht der Lebenswirklichkeit der Autoren, die eine Literatur prägen, die selbst Luftwurzeln hat. Luftwurzel-Literaten leben nicht zwischen den Kulturen, sondern in ihnen. Ihr literarisches Schaffen dient dem Anderssehen und der Verständigung. Die Luftwurzelliteratur ermöglicht dem Leser, eine grenzüberschreitende Perspektive einzunehmen sowie einen kreativen und einzigartigen Zugang zu anderen Kulturen zu finden“. Die Aussicht auf Entdeckung einiger schöner Fundstücke jenseits des ‚Mainstreams‘ ist damit gegeben, wie ich meine.

www.leuwer-bremen.de

Langjährige Inhaber und Betreiber der Buchhandlung Franz Leuwer in Bremen am Wall 171 ist das Ehepaar Angelika und Klaus Plückebaum (Anmerkung: Herr Plückebaum verstarb inzwischen leider). Dieser Laden ist nicht nur ein "Buchladen" unter vielen. Das Ladengeschäft verfügt u. a. auch über einen Kunstsalon, in dem Frau und Herr Plückebaum regelmäßig Ausstellungen bildender Kunst organisieren. Neben diesem Galeriesegment hat das Ehepaar eine besondere Kompetenz auch im Bereich sowohl der regionalen wie weltweiten Reiseliteratur – nach Eigenaussage führt das Ehepaar "die wohl umfangreichste Reise-Abteilung in und rund um Bremen". In meinen Augen macht sich das Ehepaar Plückebaum darüber hinaus aber vor allem auch darin verdient, dass es großzügig Raum auch solchen Büchern bietet, die jenseits des Massengeschäfts und der Bestsellerlisten existieren und die nach Ansicht des Ehepaars aber trotzdem Aufmerksamkeit verdienen. Nicht zuletzt eröffnet es damit auch jenen Autorinnen und Autoren die Gelegenheit, ihre Werke in Lesungen vorzustellen, die von den in Feuilletons und Kulturbehörden und -Instutionen angesiedelten Damen und Herren (noch) nicht (oder wohl nie im Leben) propagiert werden. Läden wie die Buchhandlung Franz Leuwer müssen unterstützt werden – von allen Liebhaberinnen und Liebhabern schöngeistiger Literatur – statt den angeblich 'bequemen' Weg des online-Einkaufs bei den einschlägig bekannten großen globalen Internethändlern zu nutzen. Den Letzteren dürfte es wurscht sein, was sie verkaufen und ob Masse und Qualität identisch sind – Hauptsache es kommt Geld in die Kasse. Und wenn engagierte Händler vor Ort erst einmal verdrängt sind, haben den Schaden Sie und ich, d. h. jeder, der sich nicht von Verkaufsmaschinerien und Beststellerlisten vorschreiben lassen will, was er überhaupt noch zur Kenntnis bekommt, wenn er sich umtun will, was es am Markt so alles gibt. – Insbesondere die Mode, sich im Laden beraten zu lassen, aber dann online am heimischen Computer zu kaufen, ist brutal und schädigt nicht etwa nur das Existenzinteresse örtlicher (Buch-)Händler, sondern jeden Kunden, der weiß, was ihm entginge, wenn es keinen richtigen Buchladen mit ausgebildeten Fachkräften mehr gäbe.